deca

DECA-Positionspapier zur Umsetzung des Energieeffizienzgesetzes

 

EEffG - Chancen für die österreichische Wirtschaft werden nicht genutzt

 

Die DECA steht dem Energieeffizienzgesetz und seinen in § 2 EEffG formulierten Zielen positiv gegenüber. Das Ziel, die Energieeffizienz in Österreich zu erhöhen und in Summe 310 PJ einzusparen bzw. bis 2020 einen Endenergieverbrauch von 1.050 PJ zu erreichen, gibt im Lichte des Abkommens von Paris und angesichts der Folgen, die der Klimawandel für Gesellschaft, Wirtschaft und Lebensraum weltweit hat bzw. haben wird, die richtige Richtung vor.

Die Stärkung der Nachfrage nach Energiedienstleistungen und anderen Energieeffizienzmaßnahmen schafft einen wichtigen Impuls für österreichische Dienstleistungs- und Technologieanbieter, das Thema Energieeffizienz stärker als bisher betreiben zu können und ihre Angebote und Technologie­führerschaft auszubauen.

 

Zuwachs an Endenergieverbrauch in Österreich EU-weit am vierthöchsten

 

Im europäischen Vergleich zeigt sich, dass Österreich dringenden Handlungsbedarf hat: Zwischen 1990 und 2014 stieg der Endenergieverbrauch um 38,9 % - nur mehr Zypern, Irland und Malta weisen höhere Zuwächse auf. 11 Länder haben den Energieverbrauch verringert (darunter Deutschland und UK), zwei hielten ihr Level und fünf Länder haben den Anstieg auf unter 10 % halten können. (Quelle: EUSTAT, eigene Berechnungen).

Mitte Februar 2017 endete die 2. Verpflichtungsperiode des EEffG und die DECA beobachtet weiterhin deutliche Anzeichen, dass real unwirksame oder überbewertete Maßnahmen die positiven Intentionen und Effekte des Energieeffizienzgesetzes untergraben. Und: Die Potentiale des Gesetzes werden von den wichtigsten Akteuren der österreichischen Realpolitik nicht entsprechend wahrgenommen, die Kosten und der administrative Aufwand für die Erfüllung des Gesetzes übermäßig stark betont.

 

Einsparmaßnahmen aus 3 Jahren schlagen nicht auf Endenergieverbrauch durch

 

Die nachfolgende  Grafik – beruhend auf Daten der Statistik Austria – zeigt in einer ersten groben Annäherung, dass Österreich hinsichtlich des Energieverbrauchsziels 2020 bisher nicht auf Kurs ist: Zwischen dem Zielerreichungspfad und dem temperaturbereinigten Endenergiebedarf liegen 2015 27 PJ Differenz. 

 

 

EEffG wirksam werden lassen

Fünf konkrete Verbesserungsvorschläge sollen dazu beitragen, das EEffG wieder auf Kurs zu bringen und dazu führen, dass die Einsparungsziele nicht nur rechnerisch, sondern auch real erreicht werden:

  • Transparentes Monitoring des Endenergieverbrauchsziel
  • Jährliche Evaluierung des Methodenhandbuchs
  • Kurzfristige Anpassung von Berechnungsfaktoren
  • Langfristig: Anhebung des Einsparziels als Ausgleich zu überhöhten Buchungen
  • Verbesserung des Berichtswesens

 

Downloads

DECA-Positionspapier

Presseaussendung EEffG_2017-02-28

© 2011 - 2017 by DECA   hakerl   Kontakt: Monika Auer   •   mail an DECA   •   Tel: +43 1 315 63 93   •   Impressum