AG Energiedatenmanagement
Angesichts der umfangreichen regulatorischen Anforderungen im Bereich Energieeffizienz, ESG-Reporting und Klimaschutz hat die DECA im Januar 2025 die Arbeitsgruppe Energiedatenmanagement (AG EDM) neu aufgestellt. Ziel ist es, Unternehmen bei der systematischen Erfassung, Qualitätssicherung und Nutzung von Energiedaten zu unterstützen – als Grundlage für wirksame Effizienzmaßnahmen, Förderungen, Berichtspflichten und nachhaltige Transformation.
Hier geht's zum 2025 Bericht der AG EDM
Der Energiedatenmanagement-Bericht der DECA zeigt klar: Energiedatenmanagement ist weit mehr als ein reines Reporting-Instrument für Regulatoren. Es ist ein zentraler strategischer Erfolgsfaktor für Energieeffizienz, Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltige Unternehmensentwicklung in Österreich.
Ziel der AG Energiedatenmanagement ist es daher, den Wandel vom statischen Datenarchiv hin zu einem digitalen, integrierten Cockpit für Unternehmen aktiv mitzugestalten.
Unter der Leitung von Markus Simhandl und mit breiter Beteiligung der DECA-Mitgliedsunternehmen analysiert die AG EDM die wachsenden regulatorischen Anforderungen auf nationaler und europäischer Ebene. Gleichzeitig werden praxisnahe Lösungen erarbeitet, um Energiedaten effizient, konsistent und zukunftsfähig nutzbar zu machen.
Ein zentrales Ergebnis der bisherigen Arbeiten: Die Vielzahl uneinheitlicher Datenpunkte, Definitionen und Formate verursacht erhebliche administrative Aufwände und verhindert den effizienten Einsatz von Energie- und Nachhaltigkeitsdaten. Genau hier setzt die Arbeit der AG EDM an.
Warum Energiedatenmanagement heute entscheidend ist
1. Für Unternehmen aller Größen:
- Energiedaten als Grundlage für wirksame Effizienzmaßnahmen und strategische Entscheidungen.
- Identifikation von Einsparpotenzialen bei Energie, Emissionen und Kosten.
- Integration von Energie- und Nachhaltigkeitsdaten in bestehende Management- und Steuerungssysteme.
- Vermeidung von Mehrfacherhebungen durch Harmonisierung und Standardisierung.
2. Für große Unternehmen und berichtspflichtige Organisationen:
- Unterstützung bei der Umsetzung nationaler und europäischer Vorgaben (z. B. EEffG, EED, CSRD, ESRS).
- Verbesserung der Datenqualität für Nachhaltigkeits- und ESG-Berichte.
- Vorbereitung auf Zertifizierungen und Nachweispflichten (z. B. ISO 50001, klimaaktiv).
- Nutzung von Echtzeit- und Messdaten zur Steuerung zunehmend komplexer Energiesysteme.
3. Für Anbieter von Energieeffizienz- und Energiedienstleistungen:
- Klare und einheitliche Datenanforderungen und Schnittstellen.
- Standardisierung von Metering-, Monitoring- und EDM-Lösungen.
- Entwicklung eines praxistauglichen Energiedatenkatalogs als Basis für digitale Systemlandschaften.
Zentrale Leitlinien der AG EDM
- Harmonisierung & Vereinfachung: Einheitliche Definitionen, klare Standards und reduzierte Berichtspflichten.
- Digitalisierung & KI: Nutzung automatisierter Analysen, intelligenter Systeme und prädiktiver Steuerung zur Effizienzsteigerung.
- Once-Only-Prinzip: Energiedaten einmal erheben und mehrfach nutzen – für Unternehmen, Verwaltung und Förderstellen.
- Fokus auf Wirkung: Energiedatenmanagement als Enabler für Maßnahmen, nicht als Selbstzweck im Reporting.
- „Efficiency first!“ als übergeordnetes Prinzip für Regulierung und Unternehmenspraxis.
Ausblick
Die AG Energiedatenmanagement versteht sich als Plattform für Unternehmen, Dienstleister, Verwaltung und Politik, um ein gemeinsames, praxistaugliches Verständnis von modernem Energiedatenmanagement zu entwickeln.
Ein regelmäßig aktualisiertes Überblicksdokument der AG EDM stellt aktuelle Anforderungen, Datenformate und Lösungsansätze dar und wird im Vorfeld des DECA-Energieeffizienzkongresses veröffentlicht.
Interesse an Mitarbeit oder Austausch?
Die AG EDM freut sich über den Dialog – kommen Sie gerne auf uns zu unter office@deca.at
Leitung der Arbeitsgruppe:
- Markus Simhandl ConPlusUltra GmbH
Mitglieder der Arbeitsgruppe:
- Christian Kaltenegger CP i-Invest GmbH
- Peter Eisenkolb CP i-Invest GmbH
- Zeno Zezula Energy-Climate GmbH
- Werner Kerschbaumer Siemens AG
- Peter Ostermann BTM Energy GmbH
- Mathias Rauter Energie Steiermark Business GmbH
- Josef Buchinger ConPlusUltra GmbH
- Christian Schützenhofer Austrian Institute of Technology (AIT)
- Georg Benke e7 GmbH
- Benjamin Mörzinger Nista io
- Marc Auerbach Siemens AG